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weil ich Geschichten suche ...

... weil ich Geschichten suche.

Da klingt etwas in mir, wenn ich diesen Satz lese/höre.

Wie viele Menschen suchen wohl nach Geschichten, obwohl sie einfach ihre eigene Leben könnten.

Gestern sagte ich zu einer Freundin, ich kann jetzt nicht mehr, ich schaue einen Krimi.

Da kam augenzwinkernd zurück: "Du führst ein Leben"

Ich habe den Fernseher ausgeschaltet. Sie hat recht. Ich führe ein Leben. Ich brauche keine fremden Geschichten.

Dann kam es über mich. Ich beschloss mir ein Büro einzurichten. In der kalten Kammer hinter der Küche. Wo nur zwei Vorratsregale, der Staubsauger und eine kleine Küchenzeile leben, das Altpapier sich stapelt und allerlei Müll verschwindet.

Ich begann zu wüten, zu räumen, zu schieben, zu machen und zu tun. Und antwortete der Freundin dann bei facebook: "Stimmt, ich führe ein Leben. Darum bau ich mir jetzt ein Büro."

Zurück kam:"Was? Lohnt das denn für die zwei Jahre die du da noch wohnen willst?"

Und was kam da ganz ohne nachzudenken aus meinen Fingern getippt?

"Ja! Wenn man ein Leben führt, lohnt sich jeder Tag!"

Das war Gestern.

Heute Morgen ist das Büro fast fertig, ich muss nur noch Schadensbegrenzung betreiben. Aufräumen, Papier raustragen, saugen, wischen, machen, tun ... leben.

Und das mach ich mit einer, nein vielen Tränen in den Augen.

"Weil ich Geschichten suche" ... ich bin in einem Forum angemeldet, das ich über ein Jahr nicht besucht habe. Habe da viele treue Freunde gefunden, die ich in all der Zeit nicht vergessen hab, die mir so geholfen, mich unterstützt haben und denen ich dann, als ich mein altes Leben verließ, den Rücken zugewandt habe.

Gestern ging ich zurück und bin geschockt.

Da wartet eine Nachricht auf mich, dass eine der liebsten und wertvollsten Begleiterinnen, die mich gehalten, getröstet und auf meinem Weg in mein neues Leben, in meine ganz eigene Geschichte begleitet hat, sehr krank geworden ist.

Seit Monaten im Krankenhaus, nicht erreichbar. 

Sie hat auch Geschichten gesucht, mir so viele ihrer eigenen Geschichten erzählt ... und vor allem hat sie gelebt. Das las ich aus jedem ihrer Worte. So deutlich.

Und ich hoffe so, dass sie weiterleben kann.

Jetzt wo ich keine Geschichte mehr träume, sondern mich entschlossen hab meine eigene Geschichte zu leben, muss ich erfahren, dass sie es vielleicht micht mehr kann. Und weil die Welt des Internets nur eine Geschichte ist ... habe ich nicht einmal die Chance diese Freundin in der Realität zu erreichen. 

M, ich denke an dich, ich wünsche dir unendlich viel Kraft und ich hoffe, dass ich ich noch einmal lesen darf. Dass du zurückkommst und ich dir sagen kann, wie sehr du mir geholfen hast.

Dass du mich stark gemacht hast, dass du mich gestützt hast.

Danke

4.6.14 09:24

Letzte Einträge: Das Projekt, ach du Schande, was ich hier denn los., wie wärs mal mit Wetter ..., Heute bin ich Obst ..., heute will ich ...

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