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Zweckgemeinschaften ... für Evi und alle

Das fällt mir zu Evi´s Kommentar ein.

Zweckgemeinschaften sind grundsätzlich was tolles. Solange alle Beteiligten ihren Nutzen daraus ziehen.

Es gibt so viele Varianten von ihnen.

-Das Verhältnis zwischen Angestellten und Chefs (Ich arbeite für dich, du bezahlst mich gut)

-Nachbarschaftsverhältnisse (Ich leere deinen Briefkasten, du gießt meine Blumen)

-Mütterfreundschaften (Nimmst du meine Kinder mal zu dir, nehme ich deine auch mal, oder wir hören uns gegenseitig zu wenns mal Sorgen um den lieben kleinen Nachwuchs gibt)

-Eine Affäre. Beide haben tollen Sex und behalten Singledasein. 

 ... und, und, und ... euch fallen sicher unzählige mehr ein, mir auch. 

Auch eine Ehe ist im Grunde nix anderes, als eine Zweckgemeinschaft. Solange sich beide einig sind, was das Ziel ist, wo die Prioritäten liegen, läuft alles gut, man wird gemeinsam alt und glücklich.

Im Bett läuft nix mehr, weil der Mann keine Lust mehr hat? Die Ehefrau nervt ihn, sie sucht körperliche Nähe, er will aber keinen Sex mehr, höchstens einmal pro Quartal? Ihr ist das deutlich zu wenig?

Okay ... sie sucht sich diskret einen Liebhaber und er hat seine Ruhe. Kann funktionieren, wenn beide genau das wollen. Trotzdem können sie verliebt miteinander frühstücken, Wochenendausflüge unternehmen, Familienfeiern besuchen, das Wohnzimmer neu gestalten.

Alles ist möglich.

Solange beide dasselbe Ziel vor Augen haben.

Schwierig wird es, wenn sich beide in verschiedene Richtungen entwickeln. Auch das klappt sicher dann weiterhin gut, wenn sich beider dieser Entwicklung bewusst sind, sich beide eingestehen können, dass auch ein Ehepaar zwei Individuen sind, die unterschiedliche Interessen haben, die aber am Abend eines jeden Tages zusammenfinden, sich aufeinander freuen und glücklich sind, sich gegenseitig von ihrem Leben erzählen und am jeweils anderen Leben ehrlich interessiert sind.  

Die Zweckgemeinschaft Ehe findet erst dann ein Ende, wenn genau das nicht passiert. Wenn aus Interesse am Leben des anderen Desinteresse wird, einer sich selbst zurückstellt, dem anderen den Rücken frei hält, nur einer "im Rampenlicht" steht und das alles nicht einmal bemerkt. Ist doch alles gut, läuft doch bestens, so haben wir es doch beide mal gewollt. Kann sein, ja. Aber man entwickelt sich ein Leben lang weiter und muss auch mal alte Ziele und Wünsche neu überdenken dürfen. Und eventuell sogar neue Wege einschlagen.

Und dann muss der, der plötzlich dasteht und kaum noch ein eigenes Leben hat sich entscheiden. Mach ich das so weiter mit, weil es Gründe gibt, die es mir Wert sind?

Kinder, ein Haus, gutes Essen, teure Urlaube, das nicht allein sein ... egal, jeder hat seine eigenen Gründe.

Oder stellt man sich einfach mal dem anderen in den Weg, bremst ihn aus, versucht klarzumachen, dass grad mal Boxenstopp angesagt ist, weil man entweder die Prioritäten neu setzen muss, was nur gemeinsam geht, (und was sehr viel Anerkennung verdient, wenn es klappt) oder aber jeder in Zukunft seinen eigenen Weg geht. 

 

 

14.5.14 08:54

Letzte Einträge: Das Projekt, ach du Schande, was ich hier denn los., wie wärs mal mit Wetter ..., Heute bin ich Obst ..., heute will ich ...

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